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München - Teil II

Hallo, da bin ich wieder, Ihr Bayrisch-Berliner Reiseleiter durch das bayerische München.

Wie versprochen, wollen wir heute einen schönen langen Spaziergang um und durch die Münchner Altstadt machen. Nee, nee, keine Sorge, ich mach det nich so wie der Herr in Grün oben, Sie müssen "loofen und ick sitz uff'm Jaul". Aber den Herren haben wir schon bei unserer Einreise gesehen, "unser Kini Ludwig I." (Den zweiten Ludwig hoabn's im Starnberger See abjemurkst). Und ganz oben das Einleitungsbild ist das Münchner Schloß Nymphenburg, werden wir uns demnächst mal ansehen. Zum Laufen wär es auch ein wenig weit bis dahin.

Für diejenigen, die bei unserer Anfahrt nach München nicht dabei waren und auf eigenen Wegen gekommen sind, hier nochmal der Karlsplatz, auch "Stachus" genannt, das ist unser Startpunkt.

Aber so einfach durch das Karlstor in die Innen- oder Altstadt, nein, nein, so einfach machen wir uns das nicht. Wir werden erst wie die Katze um den heißen Brei um Münchens Kern "schleichen" und dann hinein durch die Hintertür, ok?

So, nun vorbei am Justizpalast und schon sind wir auf dem Lenbach Platz. Lenbach war ein hiesiger Maler, zwar nicht ganz so berühmt wie Picasso, aber dafür hat er auch nicht so "jekleckste" Bilder gemalt.

Ja, ja, ich weiß, bin ein Kunstbanause. Dafür mag ich schöne alte Häuser, wie hier links die Bayrische Börse und daneben das Lenbach Palais.

Dieser Brunnen kennzeichnet jetzt den Anfang des Maximilian Platzes, an der anderen Seite steht das Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus, sind wir kürzlich dran vorbeigefahren. Sie sehen, in München geht ein Platz fast nahtlos in den anderen über. Eine Nahaufnahme? Bitte die Miniatur klicken.

Wir gehen jetzt rechts in die Pacellistraße. Jott, wie die Leute uffpassen - ja, das ist mein Wagen mit dem ich den Flughafentransfer mache. Na, irgendwie muß ich doch nach unserem Ausflug wieder heimkommen. Sie glauben doch nicht, daß ich die 25 Kilometer nach Hause zurück laufe oder?

Dieser schöne verschnörkelte Bau neben meinem Wagen ist übrigens die Dreifaltigkeitskirche, die einzige in München, die den letzten Krieg ohne größere Schäden überstand. Und der Anbau daneben ist das letzte in ursprünglicher Bauweise erhaltene Kloster in München. Den Promenadeplatz (mit den vielen Bäumen) umrunden wir rechts, damit Sie nicht der Portier vom Bayrischen Hof mir abwirbt. Zu manchen Zeiten ist das ganze Gebiet hier Hochsicherheitsgelände, lauter Bodyguards und viele viele "Freunde und Helfer" in Uniform und Zivil - dann haben wir "janz hohe Tiere" zu Besuch.

Ach bin ich froh, daß so früh die Geschäfte noch zu sind. Jawoll, das ist das berühmte und beste Leder- und Trachtenmodengeschäft in München. Den Namen? Verrat ich nicht, die zahlen mir ja nix für die Werbung (oder doch? dann sag ichs).

Ist das nicht ein Prachtstück, unsere Theatinerkirche. Ja, was macht man nicht alles um Kinder zu bekommen. Es klappte nämlich vor einigen Jahrhunderten einfach nicht mit dem Kindersegen, der ersehnte Thronfolger riss dem Klapperstorch immer aus.

Da gelobte der bayerische Kurfürscht, er wolle eine schöne neue Kirche bauen, wenn seine Frau ihm einen Nachfolger schenkte und schwupps-di-wupps kam Max Emanuel. Und bald fing man eifrig an zu werkeln an diesem herrlichen, der Theatinermutterkirche in Rom mit kleinen Änderungen nachgebauten Gotteshaus. Der rechte Turm fehlt übrigens nur auf meinem Bild, hier liefer ich ihn nach >

Der Platz hier ist der Odeonsplatz. Hier gab es vor dem Krieg eine Konzerthalle mit nie mehr erreichter Akustik. Neben uns ist die Feldherrnhalle und der gewaltige Bau gegenüber ist eine Front der Münchner Residenz.

Wir werden jetzt durch das Tor in den Garten der Residenz gehen. Können Sie sich vorstellen, daß all diese Herrlichkeit im Krieg zerstört wurde? Nur noch die Mauern standen, alles andere war Schutt und Asche.

Aber die Münchner haben fast alles wieder nach den alten Plänen originalgetreu rekonstruiert. Eine gewaltige Leistung, für die die heutigen Generationen und tausende von Besuchern dankbar sind.

Wenn Sie nachher noch Zeit und Lust haben, dann schauen Sie sich hier im Arkadengang alle Wandgemälde an. Sie zeigen Darstellungen des höfischen Lebens. Ein Bild hab ich mal als "Appetitanreger" festgehalten.

Und jetzt sehen Sie die Münchner Residenz in all ihrer Pracht. Ist das nicht ein herrlicher Bau? Sogar der Kaiser in Wien war neidisch, denn seine Hofburg war nur halb so schön und groß.

Ich möcht heut so'n Kasten trotz aller Schönheit nicht geschenkt, Mann-o-Mann, wenn ich nur an die Heizkosten denke.

Das ist das Haus der Bayern (und die geheime Werkstatt), unsere Staatskanzlei. Hier werden die Gesetze er-, be- und umgearbeitet und dann zur Ausführung den niederen Chargen weitergeleitet. Die Kuppel ist noch Teil des alten Armeemuseums, dort wird dann in Notfällen der Brotkorb höher gehängt.

Und diese nette kleine Häuschen ist das Prinz-Carl-Palais. Da "wohnt" und arbeitet unser Ministerpräsident, unser "Edi", wie von den echten treuen Bayern liebevoll genannt wird.

Wenn die Fahne weht, dann ist er da (glaube ich) aber heut schläft er noch. Der Wasserhahn ist nämlich noch nicht aufgedreht - die Fontäne vorm Haus ist noch nicht da. Im übrigen ist unser oberster Bayer immer "unter Aufsicht" - genau gegenüber steht der Friedensengel, aber den zeig ich Ihnen auf unserem nächsten Trip ganz genau.

Wenn wir unseren Rundgang fertig haben, dann könnten Sie noch gegenüber vom Prinz-Carl-Palais ins Haus der Kunst gehen. Ist noch ein Monumentalbau aus den 30ern und ein Sammelplatz von herrlichen Bildern.

Anschließend dann gleich links um die Ecke in den Englischen Garten. Der fängt hier an und ist vergleichbar mit dem New Yorker Central Park. Mit einigen gewaltigen Unterschieden, er liegt in München, in Bayern und da gibts auch Bier, Brezeln und Radi. Und vieles mehr.

Jetzt machen wir mal einen Schwenk in die Maximiliansstraße, ein "recht teures Pflaster". Hier gibt es so einige Geschäfte, da ist es besser, man hat keine Audrey Hephurn als Begleiterin, sonst ist der Geldbeutel schnell leer.

Armani, Bulgari und sonstige hochfeine Namen haben hier ein Stelldichein. Das Haus mit den Fahnen ist übrigens das Hotel "Vier Jahreszeiten", falls jemand mit seiner Unterkunft nicht zufrieden sein sollte.

Hier am Ende der Maximiliansstraße, genauer am Max-Joseph-Platz, steht unser Nationaltheater und die Staatsoper. Wenn Sie da rein möchten, dann sollten Sie die Karten lange und rechtzeitig vorbestellen. Die Aufführungen hier sind begehrt und meist lange vorher schon ausverkauft.

Nachdem wir nun glücklich die Versuchungen in der Maximiliansstraße hinter uns haben und ein paar Minuten auf dem Alt-Stadt-Ring gegangen sind, kommen wir jetzt durch das Isar-Tor immer näher zum Mittelpunkt der Münchner Innenstadt.

Hinter dem Isar Tor fällt unser Blick auf das alte Rathaus von München und genau dahinter liegt der Marienplatz, Münchens Herz. Aber a bisserl Zeit brauchen wir schon noch. Im Turm vom alten Rathaus ist das Spielzeugmuseum untergebracht, ein lohnendes Ziel für Kinder jeglichen Alters (auch die janz Jrossen - ick meine uns Männers) - da schmunzeln die Damen !

Wie bitte? Ach det Grummeln! Nein, das war kein Erdbeben, das war mein Magen. Ist übrigens ein guter Hinweis für alle die nachfolgenden Plätze und Bilder.

Die sollten Sie sich merken, das sind die Oasen für Leib und Seele. Hier links, das ist unser Viktualienmarkt. Da gibts von frischem Obst und Gemüse bis hin zu Fleisch, Wurst und Bier alles, was das Herz begehrt.

Sieht so leer aus, der Markt? Na klar, das Foto hab ich ganz früh am Sonntag gemacht, war der einzige Tag, wo ich mit dem Wagen irgendwo halten konnte zum Fotografieren. Sonst ist doch immer alles voll mit die ganzen "Zugroasten" (Preissen ! ) Kennen Sie den Unterschied zwischen "Preissen" und "Saupreissen" ? Ganz einfach, die Preissen fahrn nach dem Urlaub wieder heim, die Saupreissen bleiben hier (und heiraten dann so wie ich eine Bayern, dann werd'ns Bayern).

So, hier rechts, das ist die Sparkassenstraße. Auch merken, ganz wichtig aus mehreren Gründen. Zuerst wegen der Sparkasse, da holen Sie sich genügend "Kohlen", die geben Sie dann teilweise in dem gelben Haus dann ab zum Heizen.

Das ist der "Haxenbauer", der grillt und bäckt mit Ihren Kohlen leckere Kalbshaxen, Schweinehaxen und vieles mehr. Und der nächste Grund zum Merken folgt sogleich. Gleich um die Ecke ist dann nämlich das berühmteste Haus der Welt.

Das Moulin Rouge ???? Falsch, ganz falsch! Haben Sie schon mal einen Japaner französisch singen gehört? Ich nicht, aber "Oans, zwoa, gsuffa", das können alle Nationalitäten in der Welt singen. Hier ist das Hofbräuhaus und Arnold Schwarzenegger ist auch da (ab und zu) - in seinem Planet Hollywood.

Nix da, wir bleiben nicht hier, jetzt kommt der Höhepunkt unseres München Spazierganges. Durch das Tor vom Turm des Alten Rathauses kommen wir direkt auf den Marienplatz, Münchens Herz.

Und hier können Sie mal in natura die Toleranz der Bayern und einen Treppenwitz der Geschichte erleben: Im echt weissen Rathaus zu München regiert ein "roter" Bürgermeister die Hauptstadt des "schwarzen" Bayerns.

Doch zurück zum Herz - in München schlägt es nicht nur am richtigen Fleck, nein, man kann es auch tanzen sehen. Wenn zu bestimmten Zeiten das Glockenspiel im Rathausturm seine Melodie ertönen läßt, dann klicken unzählige Kameras, tausende von Menschen bekommen leichte Verkrampfungen in der Genickmuskulatur durchs Hochstarren und die "Schäffler" tanzen dazu.

Über die Geschichte des Glockenspiels und den Schäfflertanz erzähle ich demnächst auf meiner Sagenseite. Die finden Sie übrigens unten im Wegweiser, ein Klick und Sie sind in der bayrischen Vergangenheit. Für heute reichts (mir und Ihnen) denke ich mal. Aber die Dame auf dem rechten Bild will Ihnen noch was sagen.

Ich schätze, einige von Ihnen kennen sie schon. Nein? Na aber, das ist doch unsere Schutzpatronin der Theresienwiese und im Augenblick winkt sie vielen fleissigen Männern, "hurtig, hurtig, 's Fest kimmt bald, macht's die Zelte fertig". Der Aufbau zum Oktoberfest hat schon begonnen, wie Sie hier sehen können.

Links und rechts können Sie schon die ersten Zeltaufbauten sehen und den freien Platz für die Fahrgeschäfte. Im Hintergrund grüßen noch mal der Olympiaturm und rechts die Kirche St. Paul.

Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder (am Flughafen vielleicht) oder hier bei meinem nächsten München Ausflug.

Tschüss, Servus, Ihr BR (nix Bayrischer Rundfunk sondern Boarischer Reiseführer)

©®Bilder und Text J.W.Lohfink

nochmal nach oben?

Hier wäre ein bisserl Platz für Werbung - auch Serviceseiten kosten Geld, liebe Münchner.

Oa boarischer Reiseführer von

München-Flughafentransfer oder auch Mietwagen Lohfink

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Übrigens - "Rübezahl macht" (auch) Urlaub in Bayern

"Jesses na, scho wiada a Preiss! So vui war'ns scho seit dem 24. Juli anno domini 2001":